Fahrendes Volk

Quacksalber



external image 180px-William_Hogarth_036.jpg Besuch beim Kurpfuscher / William Hogarth (um 1743-1745)


external image 180px-F_A_Maulbertsch_Quacksalber.jpg Der Quacksalber / Franz Anton Maulbertsch (vor 1785)

Im Volksmund wurde der Begriff des Quacksalbers ursprünglich für Personen benutzt, die unbefugt, verbotenerweise und ohne einen festen Praxisraum der Heilkunde nachgingen und dafür eine Vergütung verlangten oder erhielten. Quacksalber bezeichnet eine Person, die nur eine unzureichende medizinische Ausbildung besitzt bzw. ohne amtliche Zulassung Kranke behandelt. Mit dem Begriff Kurpfuscherei wird häufig auch eine negative Bewertung der Qualität dieser Dienstleistung ausgedrückt, gelegentlich auch eine betrügerische Absicht, der ohne grundsätzliche medizinische Bildung und Einsicht beliebig Kranken Ratschläge, Heilmittel und Scheinmedikamente erteilt und verordnet.

Etymologie

Der Begriff geht möglicherweise auf die niederländischen Wörter „kwakken“ (wie eine Ente schnattern, prahlen, anpreisen) und „zalver“ (Salbenverkäufer; Ende des 16. Jahrhunderts entlehnt) zurück. Als Teil des mittelalterlichen Fahrenden Volkes priesen Quacksalber ihre Dienste in den bereisten Ortschaften an. Ebenfalls wahrscheinlich ist auch die Herkunft des Begriffes vom Quecksilber, da in der frühen Neuzeit Quecksilber-Salben und -Pflaster z. B. als Mittel gegen die Syphilis vertrieben wurden.
Oft wurden und werden Begriffe wie Pfuscher, Kurpfuscher (im selben Zusammenhang), Scharlatan, Medikaster, Urinprophet oder Barfußarzt als gleichlautend gesehen, und damit offensichtliche oder unterstellte betrügerische Absicht und Unwirksamkeit der empfohlenen Methoden teils anders gewichtet. Der Medizinhistoriker wird hier allerdings Unterschiede machen.

„Des Quacksalbers Praktik sei so gut,
daß sie allen Siechtum heilen tut...
Solch Narr kann dich in’n Abgrund stürzen,
eh du’s gemerkt, dein Leben kürzen!“
Sebastian Brant




(Quelle: http://de.wikipedia.org)

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