Fahrendes Volk

Alois Zettler



(* 9.10.1854, + 9.10.1942) wandert vier Jahre, von 1872 bis 1876, durch Deutschland (München-Frankfurt), Schweiz, Italien, Österreich-Ungarn, (Zürich-Genf), Tschechei, Frankreich, England und die USA. Dabei sucht er gezielt Stellen, bei denen er als gelernter Elektrotechniker Neues lernen kann, unter anderem arbeitet er bei Edison. Er findet immer Arbeit in Europa und verdient gut, sein Glück verläßt ihn jedoch in Amerika: "Es will mir nicht gelingen, eine Arbeit zu finden. ... Geld brauche ich ganz dringend. Ich hungere schon seit Tagen." Zettler paßt sich an und springt auch auf Züge auf. Auszüge aus seinem Reisetagebuch werden 100 Jahre nach seiner Reise erstmals herausgegeben und vernachlässigen gerade die reisepraktischen Hinweise, sind also für diesen Beitrag wenig ergiebig. Er reist gezielt, weiß, was er will, und nutzt seinen Mut, seine Energie und sein Wissen, indem er ein Jahr nach seiner Rückkehr eine eigene Firma gründet, die heute noch existiert. Damit hatte die Walz ihren Zweck für ihn erfüllt: "Das Tagebuch ist gefüllt, meine Wanderjahre sind zu Ende. Was wird die Zukunft mir bringen?




(Quelle: AGIR/ In Trittlingen unterwegs)

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