Fahrendes Volk

Alfred Pfarre



*ca. 1894, Hamburger, ist ein Ästhet und Romantiker, ihn zieht es nach Italien. Er will Neapel und Rom sehen und Kunst studieren. Als gelernter Stukkateur und Bildhauer findet er keine Arbeit und ist auf Betteln und Vagabundieren angewiesen, eine Lebensform, die ihn fasziniert, die er jedoch nicht in der Lage ist zu praktizieren - er bleibt auf andere angewiesen. Seine Reise dauert von etwa August 1912 bis März 1913 und führt ihn von Deutschland (Detmold, Nürnberg,) nach Österreich, Italien, in die Schweiz und zurück nach Hamburg. Auch ihm bietet diese Reise eine wichtige Erfahrung: er stellt fest, daß er dem Bildhauer- und Stukkateur -Dasein nichts abgewinnen kann und daß er als Dichter nicht gut genug ist. Seine Erfüllung findet er, wieder zu Hause, als Techniker in der Metallbearbeitung. Für Alfred Pfarre bleibt dies sein einziges Buch; über sein weiteres Leben ist aus der Literatur nichts zu erfahren.




(Quelle: AGIR/ In Trittlingen unterwegs)

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